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Bericht von unserer 2. und 3. Wanderung 2026

Mit Beendigung der 3. Wanderung in diesem Jahr, haben wir die geplanten 3 Veranstaltungen bis Beginn der Radsaison erfolgreich abgeschlossen. Ein großer Dank an Stepan Sonntag, der die drei Wanderungen vorzüglich vorbereitet, ausgeschrieben und bis auf eine, an der er gesundheitlich verhindert war, auch geleitet hat. Nun der Bericht zu den beiden letzten des 1. Halbjahres:

Unsere 2. Wanderung führte uns durch den Altstadtbereich von Spandau. Das Wetter meinte es gut mit uns, es blieb trocken, teilweise sah man auch die Sonne und es war natürlich jahreszeitlich kühl. Unsere Stimmung war ausgezeichnet. Wir trafen uns vor dem Rathaus Spandau am Haupteingang am 21. Februar um 11.30 Uhr. Hinter dem Rathaus gingen wir zur Sternbergpromenade und folgten dieser über die Wasserstraße zur Fischerstraße. Hier konnten wir uns historische Häuser ansehen. Wir folgten der Fischerstrasse nach Norden und bogen in die Kammerstraße ein. Hier sahen wir die Gedenktafel für die zerstörte Synagoge in der Kunststraße. Weiter in Laufrichtung stießen wir wieder auf die Sternbergpromenade und setzen unsere Wanderung fort, bis zur Straße „Am Juliusturm“. Hier überquerten wir die Havel und folgten der Straße westwärts. An der Zitadellen Brücke überquerten wir den Westlichen Abzugsgraben. Weiter gerade geradeaus kamen wir direkt zur Zitadelle Spandau. Eigentlich hatten wir vor, auf den Innenhof der Zitadelle zu gehen und ggf. von dort aus Ausstellungen oder Gewölbe zu besichtigen, oder einfach eine Zeit in der Zitadelle zu verweilen. Aber am Eingangstor wurden wir darauf hingewiesen, dass allein das Betreten des Innenhofes kostenpflichtig ist. Das überraschte uns und nach kurzer Erörterung verzichteten wir dann auf einen Besuch des Bauwerks und seines Hofes. Stattdessen umrundeten wir die Zitadelle von außen und kamen zur Havelschleuse Spandau. Von dort ging es zur St.-Marien-Kirche am Behnitz. Anschließend kamen wir wieder in den Kolk, das älteste Siedlungsgebiet Spandaus. Dort stehen auch die ältesten Häuser des Bezirks. Weiter ging es vom Kolk über den Möllentorsteg zum Brauhaus Spandau. Dort angekommen kehrten wir ein und ließen uns es bei klassischer Hausmannkost gut gehen und genossen das Ambiente eines noch aktiven Brauhauses.
Nachdem wir uns gestärkt und gut die Hälfte der Wanderung hinter uns hatten, gingen wir wieder zurück zum Möllentordamm. Dort sahen wir die Reste der Alten Stadtbefestigung aus dem 14. Jahrhundert. Wir folgten dem Hohen Steinweg südwärts (später Carl-Schulz-Straße) bis zum Reformationsplatz. Ab hier ging es durch die Spandauer Altstadt Richtung Süden mit mehreren „Schlenkern“. Auf dem Weg kamen wir an weiteren Sehenswürdigkeiten vorbei. Unter anderem am tischen Haus, dem Marktplatz und dem Rückgrad-Brunnen. Hier stießen wir wieder auf die Carl-Schulz-Straße und folgen dieser, um dann über die Charlottenstraße zur Judenstraße zu kommen.  Dort trafen wird auf das Café Lutetia, in dem wir noch einen guten Kaffee und kleine Teilchen konsumierten. Danach überquerten wir den Mühlengraben und kamen noch an dem Historischer Feuermelder von Spandau vorbei. Vor dort aus waren es noch wenige Meter bis zu unserem Ziel, dem Bahnhof Spandau.

Unsere 3. Wanderung fand am Sonnabend, den 14. März 2026 bei sehr gutem Wetter durch das lebendige und bunte Kreuzberg mit Besuch der Markthalle 9 statt.  Wir starteten um 11.00 Uhr vor dem Haus des Aufbau-Verlags, Moritzplatz.
Von hier aus folgten wir der Oranienstraße bis zum Oranienplatz. Vom dort gingen wir durch die Dresdener Straße und kamen zum Kottbusser Tor. Nachdem wir den Platz überquert hatten, folgten wir der Kottbusser Straße südwärts, bis wir den Landwehrkanal erreichten.
Dann ging es über die Kottbusser Brücke und zum Maybachufer. Dort fand gerade der Neuköllner Stoffmarkt statt, mit vielen Ständen voller bunter Stoffballen und Textilien. Sehr eindrucksvoll. Weiter ging ca.1,2km die Uferpromenade am Landwehrkanal entlang. Bis zur Lohmühlenbrücke.
Nach Überquerung des Neuköllner Schifffahrtskanals folgten wir nordwärts dem Wiesenufer, zur unserer linken der Landwehrkanal, zu unserer rechten der Bezirk Treptow. Nach ca. 500m erreichten wir die Görlitzer Brücke und an ihrem Ende die westliche Ecke des Görlitzer Parks.
Wir durchquerten den Görlitzer Park in östlicher Richtung, bis wir am anderen Ende des Parks auf den Lausitzer Platz stießen. In der Eisenbahnstraße besuchten wir die bekannte Markthalle 9. Wir nutzen die Möglichkeit und schauen uns in der Markthalle um und stärkten uns an einem der vielen kulinarischen Stände mit einem kleinen Imbiß. Danach gingen wir zurück zum Lausitzer Platz, um von dort über die Waldemarstraße den Mariannenplatz zu erreichen. Vor uns lag nun das Künstlerhaus Betanien. Das heutige Künstlerhaus am Mariannenplatz wurde als Diakonissen-Krankenhaus 1847 fertiggestellt und seit der 1970er Jahren von kulturellen Einrichtungen genutzt. Vom Mariannenplatz bogen wir nun auf den Bethanien Damm ein und folgten diesem ostwärts, bis wir vor uns das Engelbecken mit dem Rosengarten sahen. Wir umrundeten die nördliche Seite das Wasserbecken und kamen über den Michaelkirchplatz zum Legien Damm.  Dort erwartete uns schon das Restaurant „Bedda’s Sicilia“, in dem wir Rast machten. Eine sehr leckere italienisch-sizilianische Küche verwöhnte uns.
Anschließend gingen wir zum südlichen Ende des Rosengartens und trafen dort die Waldemarstraße. An deren Ende erreichten wir den Alfred -Döblin-Platz. Von hier aus waren es nur noch wenige Meter zu unserem Ziel (und Ausgangspunkt), dem Moritzplatz.

Insgesamt eine sehr gelungene Wanderung durch ein Viertel Berlins, dass viele von uns mit ihrer eigenen Biografie verbanden. Wiedererkennen ehemaliger Wirkungsstätten und Berichte alter Erfahrungen in diesem Teil Berlins waren immer wieder zu hören. So konnten alle etwas beitragen.

 Stefan Collm